Der Nutzung deiner Daten für Werbung widersprechen
Werbebriefe, Newsletter, Anrufe: Du entscheidest, ob ein Unternehmen deine Daten für Werbung nutzen darf. Ein kurzer Widerspruch genügt – ohne Begründung.
Das Wichtigste
- Widerspruch jederzeit, ohne Begründung
- Gilt für Post, E-Mail, Telefon und Profiling zu Werbezwecken
- Das Unternehmen muss ihn beachten
Dein Widerspruch gegen Werbung.
Trage das Unternehmen ein und die Daten, unter denen du Werbung bekommst. Auf Wunsch fragt das Schreiben auch, woher das Unternehmen deine Daten hat.
Deine Angaben bleiben in deinem Browser. Wir speichern und übertragen nichts davon.
So funktioniert der Widerspruch
Nutzt ein Unternehmen deine Daten für Direktwerbung, kannst du dem nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO jederzeit widersprechen. Anders als bei anderen Widersprüchen musst du dafür keine Gründe nennen, und das Unternehmen darf nicht abwägen: Nach deinem Widerspruch dürfen deine Daten für Werbung nicht mehr verwendet werden (Art. 21 Abs. 3 DSGVO).
Hast du früher in Werbung eingewilligt, etwa bei einem Gewinnspiel oder einer Bestellung, kannst du diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Die Vorlage erledigt beides in einem Schreiben.
Tipps für einen wirksamen Widerspruch
- Nenne die Daten, unter denen du Werbung bekommst: Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder die Kunden- oder Werbenummer vom Adressaufkleber.
- Schicke den Widerspruch an die Datenschutz-Adresse aus der Datenschutzerklärung.
- Frag nach der Herkunft deiner Daten. So erfährst du, ob sie von einem Adresshändler stammen – und kannst auch dort widersprechen.
- Bewahre eine Kopie auf. Kommt weiter Werbung, kannst du den Widerspruch belegen.
Werbeanrufe und unerwünschte E-Mails
Für Telefon- und E-Mail-Werbung gelten zusätzlich die Regeln des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Werbeanrufe bei Verbrauchern sind ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung grundsätzlich unzulässig. Unerlaubte Werbeanrufe kannst du bei der Bundesnetzagentur melden.
Fragen zum Werbewiderspruch
Muss ich meinen Widerspruch begründen?
Nein. Gegen die Nutzung deiner Daten für Direktwerbung kannst du jederzeit ohne Begründung widersprechen. Das Unternehmen muss den Widerspruch beachten.
Wie finde ich heraus, woher ein Unternehmen meine Adresse hat?
Frag danach. Nach Art. 15 DSGVO muss das Unternehmen dir sagen, woher es deine Daten hat. Die Vorlage enthält diese Frage auf Wunsch gleich mit.
Reicht der Abmeldelink im Newsletter?
Für den Newsletter meist ja. Der Widerspruch geht weiter: Er gilt für jede Werbung mit deinen Daten, also auch per Post oder Telefon, und fragt nach der Herkunft deiner Daten.
Was kann ich gegen Werbeanrufe tun?
Werbeanrufe bei Verbrauchern sind ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung grundsätzlich unzulässig. Neben dem Widerspruch kannst du unerlaubte Werbeanrufe bei der Bundesnetzagentur melden.
Was, wenn trotz Widerspruch weiter Werbung kommt?
Dann verstößt das Unternehmen gegen die DSGVO. Du kannst dich bei der Datenschutzaufsicht beschweren oder dein Anliegen anwaltlich prüfen lassen.
Du weißt nicht genau, was du brauchst?
Beantworte ein paar kurze Fragen zu deinem Anliegen. Du bekommst den passenden nächsten Schritt – eine Vorlage, eine Erklärung oder den Weg zur anwaltlichen Prüfung.